Freiw. Feuerwehr

image1b.125Gegen Abend kam es im Bereich Stockem, Halsdorf und Bettingen zu massiven Regenfällen. Das dabei entstandene Oberflächenwasser läuft normalerweise den Berg Richtung Bettingen hinunter und wird oberhalb des Pfarrhauses in einen Kanal geleitet, der unter der Maximinstraße in Bettingen zur Prüm führt.
Durch mitgeführtes Geröll und Pflanzenteile war jedoch der Einlauf so verstopft, dass das Wasser sich einen neuen Weg über die Straße suchen musste. Ein ca. 20-30cm hoher und sehr schnell fließender Sturzbach ergoss sich dann ab ca. 21:30 Uhr über die komplette Maximinstraße und füllte viele Keller.
Besonders betroffen waren das Gasthaus Ambross und die zentrale Gemeinschaftsheizungsanlage unterhalb des Jugendheimes.
Um 21:48 Uhr wurde schließlich auch die FF Baustert-Brimingen-Hisel nach Bettingen alarmiert. Wir hatten von dem Einsatz schon vorher gehört, da wir zufällig Übung hatten und so eigentlich schon vorgewarnt waren. Die ersten Rückmeldungen der Bettinger Kollegen ließen uns schon erahnen, dass es auch für uns gleich losginge.

Zuerst war die Führungsstaffel der VG Bitburger Land dran. In dieser sind Johannes Hahn, Sebastian Bretz und Werner Irsch tätig. Sie wird bei großen und komplizierten Einsatzlagen alarmiert und soll vor Ort eine schlagkräftige Führungs- und Funkstruktur sicherstellen und die Einsatzleitung entlasten und unterstützen.

Kurz darauf wurde dann auch die FF Baustert-Brimingen-Hisel alarmiert.

Insgesamt waren 9 Feuerwehren und das THW vor Ort. Es wurden nach einer bedingt durch die Größe der betroffenen Fläche recht lange andauernden Erkundung 2 Einsatzabschnitte gebildet, um die anliegenden Häuser so gut es ging zu schützen und weiteren Schaden zu verhindern. An ein Auspumpen der vollgelaufenen Keller war zunächst nicht zu denken, da immer noch viel Wasser durch die Maximinstraße floss und der Einlauf zum Kanal nicht freigemacht werden konnte. Es wurden Sandsäcke gefüllt und an den sensiblen Stellen Pumpen in Stellung gebracht. So konnte beispielsweise eine komplette Flutung der Hackschnitzelheizung im Jugendheim, die unter anderem das Altenheim versorgt, verhindert werden.

Mit einem Bagger und einer ortskundigen Person konnte nach einigen Stunden schließlich der Kanaleinlauf gefunden und von Unrat befreit werden, so dass der Wasserfluss durch die Straße dann recht schnell zum Erliegen kam. Erst jetzt konnten wir beginnen die vollgelaufenen Keller leer zu pumpen.

Das THW brachte eine spezielle Schmutzwasserpumpe im Heizungskeller der Hackschnitzelanlage in Stellung, die auch die auf dem Wasser schwimmenden Hackschnitzel fördern kann. In einem anderen Keller war Heizöl ausgetreten. Dieser wurde von einer Spezialfirma geleert. Ansonsten lief das Auspumpen recht zügig und ohne Komplikationen ab! So gegen 02:00 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Die Aufräumungsarbeiten werden aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen! Gott sei Dank wurde niemand verletzt!

Zeitgleich waren in Oberweis auch einige Einsätze gemeldet worden, die von anderen Feuerwehren abgearbeitet werden mussten, da Oberweis in Bettingen gebunden war. Auch der Campingplatz musste evakuiert werden!

Aus Baustert waren insgesamt (mit Führungsstaffelpersonal) 18 Kameradinnen und Kameraden im Einsatz. Insgesamt waren ca. 110 Kameraden aus Bettingen-Olsdorf, Oberweis, Baustert-Brimingen-Hisel, Rittersdorf, Wolsfeld, Biersdorf, Mettendorf, Halsdorf-Stockem-Enzen, Brecht und dem THW, sowie der Führungsstaffel und Wehrleitung vor Ort tätig!

In Bettingen hat sich gestern gezeigt, dass es sehr wichtig ist, eine gut funktionierende Funk- und Führungsstruktur vor Ort zu haben, um schnell und koordiniert helfen zu können. Am 21.05. fand eine 7 stündige Stabsübung in Neidenbach mit der Führungsstaffel der VG und der Technischen Einsatzleitung (TEL) des Eifelkreises Bitburg-Prüm statt, in der genau so ein Großschadenereignis geübt wurde. Dabei handelte es sich zwar um einen ausgedehnten Waldbrand aber in der Struktur der Einsatzleitung und –führung gab es keine großen Unterschiede.

Zur Zeit ist in Hinsicht Führungsstrukturen und Konzepten sehr viel in unserer VG in Bewegung. Es ist zu befürchten, dass die Zahl solcher oder ähnlicher Großschadensereignisse bedingt durch den Klimawandel in Zukunft häufiger auftreten könnten. Da wollen wir vorbereitet sein!

Vielen Dank an die Bausterter Wehrleute für ihren tollen Einsatz.

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