Gemeinde

Die Auftaktveranstaltung „Zukunfts-Check Dorf“ kann man zweifelsohne als vollen Erfolg werten. Aus den Gemeinde der Dörfergemeinschaft waren ca. 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger am 11. April ins Jugendheim gekommen, um sich zu informieren, was Hintergrund und Ziel dieser Initiative ist. Die Frauengemeinschaft übernahm die Bewirtung, so dass für das leibliche Wohl bestens gesorgt war. Dafür möchten sich die Ortsbürgermeister Udo Brück, Peter Neyses, Werner Altringer, Stefan Weil und Ortsbürgermeisterin Bianca Meyers nochmals herzlich bedanken. Zu Beginn der Veranstaltung 

ZcD 160411 1kbegrüßte Ortsbürgermeister Udo Brück die Anwesenden Bürgerinnen und Bürger, die Verantwortlichen Vertreter Edgar Kiewel und Andreas Heiseler der Kreisverwaltung, Herrn Peter Weis von der Verbandsgemeindeverwaltung und Frau Claudia Moser, die im Rahmen des Vortrags von Herrn Kiewel ihre Aufgaben als „Gemeindeschwester +“ kurz vorstellte. Bei seinen einleitenden Worten ging Udo Brück u.a. auf die Chancen ein, die sich für die sechs Gemeinden durch die Teilnahme an der Initiative „Zukunfts-Check Dorf“ ergeben. Es ginge dabei zunächst einmal darum, dass sich die Ortsgemeinden „selbst überprüfen“ und sich kritisch hinterfragen, was in der einzelnen Ortsgemeinde gut, was schlecht und was verbesserungswürdig ist, um auf dieser Basis zu erkennen, welche Themen bzw. Maßnahmen anzupacken sind, damit die Dörfer auch zukunftsfähig bleiben.

 Udo Brück erwähnte, dass ein wichtiger Aspekt dieses Projektes das Miteinander zwischen den Bürgerinnen und Bürgern ist und es nur durch eine gute Kommunikation erfolgreich durchgeführt werden kann. Diesbezüglich betonte der Ortsbürgermeister, dass der Dorfcheck kein ausschließliches Projekt des Gemeinderates bzw. der Gemeinderäte sei, sondern vielmehr die gesamte Bevölkerung mit eingebunden werden soll. Dies ist eines der zentralen Anliegen der Initiative „Zukunfts-Check Dorf“.

ZcD 160411 2Nach seiner Begrüßung übergab Ortsbürgermeister Brück das Wort an Herrn Edgar Kiewel von der Kreisverwaltung, der sich zunächst für die Begrüßung durch den Ortsbürgermeister bedankte und danach kurz seine Person vorstellte. Anschließend erläuterte Herr Kiewel den weiteren Ablauf des Abends und stieg danach in die Thematik ein. Dabei klärte er die Anwesenden zunächst darüber auf, aus welchen Gründen die Kreisverwaltung in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung den Zukunfts-Check durchführt. In diesem Rahmen erwähnte Herr Heiseler, dass es bereits zwischen 2012 und 2014 eine Modellphase mit acht Gemeinden im Kreisgebiet gab und sich die Kreisverwaltung aufgrund des Erfolges dieser Modellphase dazu entschieden hat, die Initiative „Zukunfts-Check Dorf“ weiteren 150 Ortsgemeinden im Kreis anzubieten. Bezüglich des Punktes „veraltete Dorferneuerungskonzepte“ erläuterte Herr Kiewel zunächst, was unter einem solchen Konzept zu verstehen ist und welche Folgen dieser Aspekt im Rahmen der Dorferneuerung haben kann. Dabei verdeutlichte er, dass etwa 80 Prozent der Gemeinden im Eifelkreis über ein Dorferneuerungskonzept verfügen, von denen der überwiegende Teil jedoch 20 Jahre und älter ist. Herr Kiewel betonte in diesem Rahmen, dass bei der Bewilligung von privaten, besonders jedoch von öffentlichen Dorferneuerungsmaßnahmen vermehrt die Aktualität des Dorferneuerungskonzeptes abgefragt wird und die Bewilligungsbehörde ein aktuelles bzw. fortgeschriebenes DE-Konzept einfordert, damit weiterhin öffentliche und private Dorferneuerungsmaßnahmen in den Ortsgemeinden durchgeführt und gefördert werden können. Neben den allgemein bekannten Problematiken, die sich mit dem demographischen Wandel ergeben, wie zunehmende Überalterung und Rückgang der Bevölkerung, erwähnte Herr Kiewel auch den Strukturwandel in der Landwirtschaft. Dabei führte er an, dass sowohl der demographische Wandel als auch der Strukturwandel in der Landwirtschaft Herausforderungen im baulichen Bestand, vor allem in Ortskernlagen mit sich bringen, wie z.B. leerstehende, teils ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude. Aber auch soziale sowie infrastrukturelle Herausforderungen, wie die schwindende Auslastung von Kindergärten oder Schulen, ergeben sich laut Herrn Kiewel aus den genannten Rahmenbedingungen. Die formulierten Ziele des Zukunfts-Check Dorf sollten den Anwesenden verdeutlichen, dass die Initiative eine gute Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger darstellt, sich im Rahmen einer aktiven Beteiligung an dem Projekt mit ihrem eigenen Dorf auseinander zu setzen, somit die örtlichen Chancen und Herausforderungen zu erkennen und darauf basierend eine zukunftsfähige Strategie für die jeweilige Ortsgemeinde zu entwickeln. Dabei unterstrich Herr Kiewel, dass der Dorfcheck auch unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht. Als positiven Effekt der Initiative hob Herr Kiewel hervor, dass die Durchführung des „Zukunfts-Check Dorf“ gleichzeitig die Fortschreibung bzw. Aktualisierung der einzelnen Dorfentwicklungskonzepte darstellen wird und dies aufgrund der Eigenleistung durch die Bürgerinnen und Bürger zu einem Bruchteil der üblichen Kosten. Anschließend wurde anhand von Beispielen verdeutlicht, wie Feststellungen zu treffen sind, worauf es zu achten gilt und wie sich die einzelnen Phasen des „ZCD“ darstellen und abarbeiten lassen. Im Workshop wurden dann die Stärken und Schwächen analysiert und mittels Karteikarten die einzelnen Punkte dargestellt und zusammengetragen.

ZcD 160411 3Ortsbürgermeister Brück übernahm für Baustert die Darstellung und trug diese auch vor. Danach wurden drei Arbeitskreise gegründet, nämlich 1. Bauen, Bauentwicklung, Leerstand Leitung: Udo Brück 2. Infrastruktur, Tourismus, Gewerbe Leitung: Stefan Mayer 3. Soziales Leitung: Marita Schwarz Hier fanden sich rasch viele Interessierte, die mitmachen wollen. Die Arbeitskreise werden nun in der Folge damit beschäftigt sein, die Fragebögen bzw. Datenerhebung durchzuführen. Den Ist-Stand müssen wir gemeinsam einmal feststellen, um dann den nächsten Schritt machen zu können. Wir möchten daher ALLE MitbürgerInnen auffordern, in einem Arbeitskreis mitzuwirken. Das gilt auch für diejenigen, die an dem Abend verhindert waren! Anmeldung bitte bei Ortsbürgermeister Udo Brück oder bei den Beigeordneten Stefan Mayer und Marita Schwarz. Die Treffen der Arbeitskreise werden später veröffentlicht. Bereits Aktive werden benachrichtigt. Wir freuen uns auf ein gutes Gelingen, eine kommunikative Zeit und ein gutes Ergebnis des Zukunfts-Check Dorf! Ihr/Euer Ortsbürgermeister Udo Brück

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